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blog vom 13.05.2020

Der DFB: Niersbach, Grindel, Keller – es wird nicht besser

(Kein) Fußball in Corona-Zeiten (8)

von Dietrich Schulze-Marmeling

In der amerikanischen Zeitschrift „The Atlantic“ schreibt George Packer über die USA in Corona-Zeiten: „Das Coronavirus hat Amerika nicht zerstört. Es offenbart, was schon zerstört ist.“

Diese Beobachtung gilt auch für den Fußball. Dass das System krank ist, dass es dringend einer gründlichen Überarbeitung bedarf, wussten wir schon vor Corona. Das Virus bewirkt lediglich eine Schneeschmelze. Dank Rudi Assauer wissen wir: „Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt.“

DFB-Präsident Fritz Keller
DFB-Präsident Fritz Keller.
(Foto: Olaf Kosinsky / Wikipedia)

Uns dämmert, dass es die von vielen Fans und Aktiven erhoffte Erneuerung des Fußballsystems nicht geben wird – nicht mit diesen Leuten, nicht in diesen Strukturen. Da wurde Druck ausgeübt, ja regelrecht erpresst. Die Probleme von Vereinen und Spielern wurden ignoriert, die Bedenken von Virologen und Sportmedizinern ebenfalls. Auch die Politik wurde unter Druck gesetzt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff berichtet von einem Telefonat mit DFB-Präsident Fritz Keller, in dem der DFB mit Lizenzentzug drohte, sollte ein Verein nicht willens sein, mitzuspielen.

Mit Alternativen zur Fortsetzung des Spielbetriebs: Aufstockung der Liga, vielleicht sogar ein (vorübergehender) Übergang zu einer zweigleisigen 3. Liga, hielt sich die DFB-Führung nicht auf. Es gab von Anfang an nur eine Richtung – und diese wurde durchgeknüppelt, ohne Rücksicht auf Verluste.

Was treibt die DFB-Führung? Die Furcht, dass sie von der DFL abgehängt wird? Carsten Schulte von 100prozentmeinscp.de stellt in einem Beitrag die Frage: „Was für ein Verband will dieser DFB eigentlich sein?“ Genau das fragen sich viele. Und nicht erst seit gestern.

An der Sache vorbei

Auf Facebook hat DFB-Vize Dr. Rainer Koch nun den Drittligisten geantwortet, die einen Saisonabbruch fordern: „Man kann ja wohl nicht jetzt für Abbruch und gegen Geisterspiele sein, aber im August ohne Zuschauer und mit aufwändigen Corona-Tests wieder spielen wollen? Die Abbruchbefürworter weigern sich permanent zu sagen, was ihre Alternative ist. Sie sagen nicht, wie es eigentlich in der 3. Liga weitergehen soll, wenn die Saison jetzt aus freien Stücken abgebrochen wird. Die von ihnen vorgetragenen Kritikpunkte, das Spielen ohne Zuschauer, die Umsetzung eines Hygienekonzepts – all dies gilt wahrscheinlich auch in einigen Monaten noch. Wollen diese Klubs dann womöglich bis nächstes Jahr mit der 3. Liga aussetzen? Gehen die Klubs davon aus, dass sie dann noch wirtschaftlich existent sein werden?“

Koch redet mächtig an der Sache vorbei. Seine Kritiker sind gegen eine Fortsetzung zum AKTUELLEN Zeitpunkt. Dass es Corona nach dem Sommer noch gibt, wissen sie auch. Vielleicht gibt es dann sogar mehr Corona als aktuell, weil einige Fußballfunktionäre im Bunde mit den Befürwortern einer frühzeitigen und weitgehenden Lockerungen geschwommen sind.

Die Gründe für einen Saisonabbruch:

  • Zumindest für einige Drittligisten ist die Zeit zu knapp, um die Anforderungen des Hygienekonzepts zu erfüllen. Der FC Carl Zeiss Jena ist nicht Bayern München. Cornelius Müller-Rensmann, Vereinsarzt von Preußen Münster: „Das DFL-Konzept ist dafür, dass es mit heißer Nadel gestrickt wurde, nicht schlecht. Selbst wenn Details fragwürdig erscheinen. Aber das System wurde der 3. Liga einfach übergestülpt. Das Konzept lässt sich irgendwie durchboxen, aber dazu muss man zwei Augen zudrücken.“ Für einen Mediziner ist das aber „ein wenig“ problematisch.
  • Weil die wirtschaftlichen Implikationen ungeklärt sind.
  • Weil die Zeit für die sportliche Vorbereitung zu knapp ist – auf Kosten der Gesundheit der Athleten (siehe u.a. Ausführungen von Prof. Dr. Ingo Froböse).
  • Weil eine Rückkehr aufs Spielfeld im September mehr Zeit lässt (vom Jahr 2021 hat keiner geredet – außer Koch), sich auf die Dinge – also Geisterspiele mit Hygienekonzept – sauber vorzubereiten.
  • Weil aktuell null Chancengleichheit gegeben ist, wenn einige Teams bereits trainieren, andere noch nicht.

Rückblicke

Ich habe den Fußball in vier Phasen erlebt und konsumiert.

Phase 1 (1965 bis 1974): In meinem akademischen Haushalt gilt Fußball als „Arbeitersport“. In der Industriestadt, in der ich aufwachse, ist dies auch der Fall – viele der kickenden Jugendlichen kommen aus dem Bergbaumilieu. Daheim rümpft man ein wenig die Nase, der sportaffine Großvater bevorzugt das deutsche Turnen (kein Sport) und die Leichtathletik. In einem Zweig der Familie hatte man auch mal Pferdesport betrieben.

Warum ich mich noch des FDP-Politikers Wolfgang Mischnick erinnere? Erstens: Weil man Vater auch in der FDP war. Zweitens: Weil Wolfgang Mischnick zu den wenigen prominenteren Politikern gehörte, die sich zum Fußball bekannten und die man regelmäßig im Stadion sah. In dieser Phase meines Konsums muss ein Politiker kein Fußballfan sein.

Als mit Hoeneß und Breitner Abiturienten die Bühne betreten und Günter Netzer auch die Feuilletonisten begeistert, ist dies für mich wie eine Befreiung von Traditionen und Vorurteilen. Fußball wird nun auch in „gebildeteren Kreisen“ hoffähig.

Phase 2 (1974 bis 1988): Es machen sich Dekadenz, Ignoranz und Arroganz breit. Hinzu kommt ein politisches Auftreten, das mit dem demokratischen Zeitgeist kollidiert: Der DFB präsentiert sich als Sammelbecken autoritärer Geister. DFB-Boss Herrmann Neuberger applaudiert, als im WM-Austragungsland Argentinien die Militärs putschen. Man habe dadurch einen „Partner mit Durchsetzungsvermögen bekommen“. Durchsetzungsvermögen besitzen die Militärs in der Tat. Noch vor dem Start der WM verkündet die Junta stolz die Ermordung von 15.000 Subversiven. Allerdings hätte man zu 60 Prozent die Falschen erwischt. Aber: Blut muss fließen, damit der Ball ungestört rollt – das sieht auch Neuberger so. Der Hobby-Volkskundler erklärt, der Südamerikaner sei mit dem Europäer nicht vergleichbar. In Südamerika müssten die Menschen durch Diktaturen „ab und zu mal wachgerüttelt werden in Richtung gesundes Demokratieverständnis“. Sagt ein Deutscher …

Schon damals fällt der DFB durch sein anmaßendes Verhalten auf. Als Dr. Helmut Frenz im „Wort zum Sonntag“ die ignorante Haltung der DFB-Oberen und die Verletzung der Menschenrechte in Argentinien anprangert, belehrt Hobby-Theologe Neuberger den Intendanten des Saarländischen Rundfunks über Sinn und Aufgabe der Sendung. Diese habe „den Menschen zur Besinnlichkeit auf den nahestehenden Sonntag“ einzustimmen, und den „gläubigen und bekennenden Christen darauf, den Alltag einmal abzustreifen und die Nähe Gottes zu suchen“. Dass der  DFB sich wie ein Staat im Staate aufführt, ist nicht neu. Wir erinnern uns an Peco Bauwens’ „Sieg-Heil-Rede“ („Süddeutsche Zeitung“) nach dem Wunder von Bern, die mehr oder weniger belächelt wurde. Bundespräsident Theodor Heuss: „Der gute Bauwens, der meint offenbar, gutes Kicken sei schon gute Politik.“

Dekadenz, Ignoranz und Arroganz verbindet man aber noch mehr mit der WM 1982 in Spanien. Nach der Schande von Gijon, wo sich deutsche und österreichische Spieler auf einen 1:0-Sieg des DFB-Teams einigen, zum Schaden des Underdogs Algerien, schreibt der „Kicker“: „Mit üblen Beschimpfungen und Beleidigungen der eigenen Fans führten einige deutsche Profis, knapp zwei Jahrzehnte nach Einführung der Bundesliga, erstmals in geballter Form die Kehrseite ihres immer höher bezahlten Jobs vor. Arroganz und Ignoranz, Verachtung und Realitätsverlust.“ Die Funktionäre verhielten sich nicht besser.

Für mich waren es harte Zeiten. Das Image des Fußballs war miserabel. Halbwegs intelligente und kritische Menschen mussten sich dafür rechtfertigen, warum sie trotzdem ins Stadion gingen und die „Sportschau“ einschalteten. Unter der Regentschaft des Provinzkönigs Neuberger erleiden Verband und Nationalelf einen dramatischen Ansehensverlust in liberalen und kritischen Kreisen.

Phase 3 (1990 bis ca. 2016): Der Fußball erweitert seinen Wirkungsbereich in neue Milieus hinein. Nun ist er wirklich Volkssport. Allerdings unterscheiden sich die Milieus hinsichtlich ihrer Herangehensweise und Betrachtung des Spiels. Fußball wird nun gnadenlos überhöht. Politiker ziehen in ihren Reden Analogien zum Spiel und bekennen sich öffentlich zu einem Verein. Manchmal auch gleich zu zwei, drei Vereinen. Gerhard Schröder ist Fan des BVB, von Hannover 96 und Energie Cottbus. Und vermittelt Schalke den Gazprom-Deal.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis überwiegen die Menschen, die nicht im klassischen Sinne Fußballfans sind. Einige von ihnen pflegen ein eher distanziertes Verhältnis zu diesem überdrehten Zirkus. Trotzdem: Auch diese Umgebung begegnet meiner Begeisterung fürs Spiel mit Wohlwollen, manchmal sogar mit Interesse.

Phase 4 (2016 bis heute): Es wird wieder schwieriger. Zu viele negative Schlagzeilen: Korrupte FIFA- und UEFA-Funktionäre, die Autokraten und Tyrannen hofieren, Skandal ums „Sommermärchen“, aus der Verbandskasse bezahlte (überflüssige) Fernreisen und private Partys von DFB-Funktionären, dekadente Kicker und gierige Berater, rassistische und protzig-bunkige Funktionäre wie Clemens Tönnies, nicht nur Kopf von Schalke 04, sondern auch von Deutschlands anrüchigster Industriebranche.

Dann kommt Corona. Zwecks Fortsetzung des Spielbetriebs praktiziert der DFL-Boss den Schulterschluss mit der „Bild“, die ihrerseits Verschwörer und Verharmloser des Virus’ hofiert, und dem öffnungsgeilen Flügel der Politik. Die DFL betont, man wolle keine bevorzugte Behandlung, aber da haben Watzke und Co. eine solche längst gefordert. Die DFL bekommt sie auch. Nichts ist mit 14 Tage Quarantäne für das ganze Team, sollte sich hier ein Spieler infizieren. Christian Dabrock, BVB-Fan und ehemals Vorsitzender der Ethik-Kommission: „Dass sich die Politik hier von einem wirklich halbgaren Konzept und der dahinterstehenden Lobbyarbeit so hat vereinnahmen lassen, das kann sich, sei es aus medizinischen Gründen oder weil die Anspannung im Land steigt, als verheerend erweisen.“

Die Spieler bekommen einen Maulkorb umgehängt, die DFL fordert die Vereine zum Stillschweigen über die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus auf. Dabrock vergleicht dies zu Recht mit einem autokratischen System. Im Falle des vom 1. FC Köln für seine kritischen Worte gemaßregelten Spielers Birger Verstraete sieht Dabrock in einem dpa-Interview „Indizien dafür, dass etwas nicht stimmt und dass man etwas verbergen muss. Man muss sich aber auch die Kontrollen ansehen. Zwischen den Kontrolleuren und den Kontrollierten herrscht ein Nahverhältnis, zum Beispiel in Köln. Da wurden Spieler wie Verstraete der Risikokategorie II zugeordnet, obwohl er selbst sagte, er habe zu allen drei positiv Getesteten sehr engen Kontakt gehabt. Das müsste nach allen bekannten Regeln der Kunst eine 14-tägige Quarantäne nach sich ziehen. Von einem dem Klingelschild und Namen nach bekannten Gesundheitsamt zu verlangen, das neben dem Dom das zweite Heiligtum der Stadt gefährden könnte, erfordert ein ganz erhebliches Maß an Mut.“

Hosentausch

Als man registriert, dass der Egoismus der Branche Sympathien kostet, schwenkt man um und schwadroniert über die Bedeutung des Fußballs für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die menschliche Seele. Auch „Fußball als letztes Lagerfeuer der Gesellschaft“ macht wieder die Runde. So DFB-Boss Fritz Keller. 2018 war das Feuer bereits von Edmund Stoiber strapaziert worden. Stoiber sprach sogar vom „letzten Lagerfeuer der Welt“ und vergaß dabei, dass man in den USA und Australien ein anderes Holz fürs nationale Herumkokeln benutzt. Ob „Welt“ oder nur „unsere Gesellschaft“ – beides ist Quatsch. Es wurde nur die Hose gewechselt, aber auch die zweite ist viel zu dick.

Ach, wäret ihr doch bei der Wahrheit geblieben. Was ist daran so schlimm, dass ihr wirtschaftliche Interessen habt? Solche sind doch völlig legitim. Das Problem ist ein ganz anderes.

Und der DFB? Der frischgebackene Boss Keller, der einem Präsidium vorsteht, in dem 18 Männer sitzen, aber nur eine Frau, blamiert sich im ZDF-„Sportstudio“ bis auf die Knochen. Andere Funktionäre benehmen sich, als seien sie Neubergers Kinder. Wer geglaubt hatte, der autoritäre Geist der Neuberger-Jahre habe sich aus den Räumen der DFB-Zentrale ein für alle Mal verzogen, und mit ihm auch der Typ des ambitionierten Provinzfürsten, sieht sich eines Besseren belehrt.

Zurück in die 1980er?

Das alles kommt in meinem nicht-fußballaffinen Umfeld gar nicht gut an. Man fühlt sich wieder in die 1980er zurückversetzt – und das ist doof. Die nicht-fußballaffinen Freunde möchten nur noch über die Schattenseiten des Spiels reden, die Anhänger des Sports sind ratlos und verzweifeln.

Der DFB ist nicht die DFL. Die DFL ist ein Geschäftsmodell. Der DFB ist (offiziell) ein gemeinnütziger Verband. Als solcher hat er den Aktiven und Vereinen zu dienen. Häufig ist aber das Gegenteil der Fall. Die DFB-Führung dient vor allem sich selbst. Vereine und Aktive haben dem DFB zu dienen – und nicht umgekehrt. (Selbstverständlich gilt dies nicht für den gesamten Apparat. Der Kreisvorsitzende ist häufig nur ein armes Schwein in der Hierarchie.) Des Weiteren hat der DFB „for the good of the game“ zu agieren. Zu spüren ist davon wenig.

Wenn es ganz schlimm kommt, dann wird unsere Diskussion über den Fußball und dessen Zukunft nicht im Fußball bleiben. Man wird sie dem Fußball aus der Hand nehmen. Und leider muss man sagen: Vielleicht muss das auch so sein. Schlechter kann es dadurch nicht werden. Höchste Zeit, dass mal jemand den Jungs die dicken Hosen auszieht.

Vielleicht reicht dies nicht. Der Blog „Die schottische Furche“ kommentiert die Drohungen der DFB-Führung gegenüber Haselhoff und dem Bundesland Sachsen-Anhalt auf Facebook so: „Der DFB droht einem Bundesland bei Nicht-Durchsetzung des Spielbetriebs Vereinen die Lizenz zu entziehen. In dem Fall Halle und Magdeburg. Das hat laut DFB natürlich so nie stattgefunden, man habe lediglich ‚die Perspektive hinterlegt‘. Der absolute Wahnsinn. Eine Revolution muss her, es reicht und reicht und reicht. Fragt uns nicht wie wir uns das vorstellen oder wofür wir sind. Wir wissen nur, dass diese ganzen Mauern in Frankfurt eingerissen gehören!“

Der „Fall Kalou“ und Prof. Dr. Jens Lehmann

Last and least einige Anmerkungen zum „Fall Kalou“. Den Spieler zu bashen, war eine leichte Übung. Dabei sieht man auf dem Video, dass Kalou nicht der einzige ist, der gegen die Hygiene-Auflagen verstößt. Ich teile die Ansicht von Peter Dabrock, die er in seinem schon erwähnten Interview vertritt: „In einer äußerst angespannten, komplexen und erkennbar durch reine Profitinteressen geleiteten Gemengelage werden junge Menschen plötzlich zur Verantwortung gezogen und als Sündenböcke deklariert. Hier wird deutlich, wie bis zur Verlogenheit die Umsetzung dieses Konzeptes (gemeint ist das Hygiene-Konzept der DFL, Anm. dsm) doppelzüngig ist. Dieser junge Mann hat sich vielleicht einfach so verhalten, wie sich ein junger Mann eben verhält. Das ist nicht richtig, aber es zeigt in der Tat, auf wie dünnem Eis dieses ganze Konzept bei solchen jungen Menschen aufgebaut ist, deren Lebenstunnel das Kicken ist. (….) Man kann Kalou im Grunde dankbar sein. Wenn wir uns über ihn so aufregen und gleichzeitig akzeptieren, dass einige Tage später alles, was im Fußball normal ist, wieder sein darf, dann zeigt das noch einmal mehr die Scheinheiligkeit des gesamten Konzeptes. Es zeigt, wie überreizt dieses ganze Konzept ist, dass man an dieser Stelle den Sündenbock gefunden hat, aber weiß, dass man ein paar Tage später von Berufs wegen von morgens bis abends so weiter macht. Das Konzept ist von vorne bis hinten nicht durchdacht und wird eine fatale Wirkung auf das gesamte Einhalten der Einschränkungen haben.“

Hertha hat schnell reagiert. Kalou wurde suspendiert, und für den Aufsichtsrat wurde der Hobby-Virologe Prof. Dr. Jens Lehmann gewonnen. Dieser pflegt eine sehr entspannte Sicht auf die Folgen einer Infektion für Leistungssportler: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen. Ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge.“

 

Dietrich Schulze-Marmeling schreibt z. Zt. an einem Buch über den FC Liverpool unter Jürgen Klopp („Klopps Liverpool“) sowie an einer Geschichte des Trainerberufs. Zuletzt veröffentlichte er in unserem Verlag „Reds. Die Geschichte des FC Liverpool“ und (zusammen mit Hubert Dahlkamp) "Preußen & Münster. Ein Sportclub und seine Stadt".

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E-Book zum Thema Fußball und Corona von Lars Vollmering: "Wir stellen fest, was wirklich zählt" Wie Corona unseren Fußball verändert