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Bibliografie

  • 240
  • 12,1 × 20,5 cm
  • Paperback
  • 9783895335556
  • 2. Auflage 2008
  • Fotos

Im Schatten des Spiels

Rassismus und Randale im Fußball

Was dem Fußball schadet: Rassismus und Randale

Kaum war die großartige Fußball-Weltmeisterschaft vorbei und Gastgeber Deutschland als weltoffenes Land gepriesen, so zeigten sich unübersehbar auch hässliche Seiten im Fußball: gewaltsame Rangeleien unter "Fans", rassistische Schmähungen gegenüber dunkelhäutigen Spielern, antisemitische Pöbeleien.
Autor Ronny Blaschke schildert ausführlich die jüngere Entwicklung in Deutschland, beleuchtet aber auch die Szene der Hooligans in England und anderen europäischen Ländern. Eindrucksvoll dokumentiert er die Situation der Opfer, beispielsweise eines nigerianischen Spielers in Leipzig, der Spieltag für Spieltag mit Anfeindungen zu kämpfen hat. Zugleich fragt Blaschke nach den Ursachen des Phänomens, etwa im ausführlichen Porträt eines ehemaligen deutschen "Hools", der kritisch seine Vergangenheit reflektiert. Und er prüft die Gegenstrategien von Fanprojekten und Ordnungskräften, wobei insbesondere das Vorgehen der Polizei auch bei friedlichen Fans nicht selten auf Kritik stößt.
Eine längst fällige Betrachtung von Gewalt im Fußball, die engagiert argumentiert, ohne übertriebene Horrorszenarien zu zeichnen.

Rezensionen

Fundierter ist das Gewaltproblem im Fußball noch nicht aufgearbeitet worden.
Stuttgarter Zeitung, 5. Dezember 2007

Der Journalist Ronny Blaschke hat ein gut lesbares Buch vorgelegt, das nicht den Anspruch auf eine durchgängige These erhebt, sondern das Phänomen in Schlaglichtern schildert.
Neue Zürcher Zeitung

Heraus gekommen ist eine umfassende Bestandsaufnahme: nüchtern, gewissenhaft, ohne Scheuklappen, oft erschütternd, immer erhellend.
Frankfurter Rundschau

Sehr lesenswertes Buch.
Deutschlandfunk, 8. September 2007

Was das Buch vor allem lesenswert macht, ist sein lockerer, oft reportage-hafter Stil, wie auch die Breite seines Themenspektrums: In ihm finden sich nicht nur kulturgeschichtliche Reflexionen – etwa über die zerstörerische Kraft des Fußballs selber, sondern auch ein Kapitel über die denkwürdigen Hinderungsgründe von Fußball-Profis, sich als Homosexuelle zu „outen“.
Saarländischer Rundfunk, 30. Juni 2007

Eine konzentriert-komprimierte Darstellung des Fußball-Gewaltproblems und seinen Ausprägungen, national wie international; getragen von Blaschkes lakonisch-pointiertem Reportagestil. Seine Einblicke in Hool-Szenen, Fan-Projekte, Gewaltorte, Fußball-Rassismus und –Chauvinismus sind auch eine bestürzende Klima-Analyse unserer kapital-erfolgsgeilen und in weiten Teilen a-solidarischen Gesellschaft.
Der tödliche Pass, Mai 2007

Die Essenz von Blaschkes Buch, dass Gewalt im Fußball kein isoliertes Problem ist, sondern viele Hintergründe hat, ist keine neue. Doch die Art wie der Autor das heikle Thema, unter Verzicht des moralischen Zeigefingers und der Ausweidung von Schreckenszenarien umsetzt, fasziniert.
11Freunde, Juni 2007

Sehr zu empfehlen.
FourFourTwo, Juni 2007

Ronny Blaschke liefert mit diesem großartigen Werk nicht nur eine Betrachtung der Phänomene Rassismus und Gewalt, sondern versucht auch aufzuzeigen, welche Mittel zur Eindämmung greifen könnten.
Notbremse, Dezember 2007

Im Verlag Die Werkstatt ist nun mit „Im Schatten des Spiels“ eine längst überfällige Betrachtung von Gewalt im Fußball erschienen, die engagiert argumentiert, ohne übertriebene Horrorszenarien zu zeichnen.
Libero, November 2007

Das Buch „Im Schatten des Spiels“ ist für Fußballbeobachter ein Muss, gar ein vorläufiges Standardwerk.
Rund, Juni 2007

Der Fußball in seinen unglaublich vielen Facetten wurde wohl noch nie so umfassend und treffend beleuchtet wie in diesem Schmöker.
Der Leipziger Fan-Report, April 2007

Ein erfrischend unkonventionelles und vor allem informatives Werk.
HSV Supporters News, Juli 2007

Ronny Blaschkes Buch „Im Schatten des Spiels“ ist durchgehend lesenswert.
Reviersport, 3. Juni 2007

Ronny Blaschke liefert mit seinem Buch eine umfassende Analyse der Fußballfankultur.
Deutschlandradio Kultur, 6. März 2007

Paperback 16,90 €

ebook 14.99 €