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Bibliografie

  • 192
  • 13,9 × 21,2 cm
  • Hardcover
  • 9783895333637
  • 1. Auflage 2002
  • Mit einem Vorwort von Bundeskanzler Gerhard Schröder, zahlreiche Fotos

Der BVB in der NS-Zeit

Als erster namhafter Fußballklub ließ Borussia Dortmund untersuchen, wie die nationalsozialistische Zeit in das Vereinsleben eingriff. Das Buch des BVB-Archivars und Stadtpressesprechers Gerd Kolbe schildert eindringlich den Alltag unter dem NS-Regime, die mörderischen Repressalien ebenso wie die Solidarität der „Vereinsfamilie“. Im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt, erfuhr die Studie eine bundesweite Resonanz. Die WAZ schrieb: „Ausführliche Interviews mit Zeitzeugen jener finsteren Jahre gewähren dem Leser einen anschaulichen Blick in das Vereinsleben des aufstrebenden Klubs, der trotz Gleichschaltung darauf verzichtete, den berüchtigten Arier-Paragrafen in die Satzung aufzunehmen.“

Rezensionen

Beispielhaft stellt sich Borussia Dortmund als erster Bundesligist der Vereinsgeschichte in der NS-Zeit… Sie ist gefällig geschrieben, genau (soweit Zeugen und Archiv das zulassen) und hält – immerhin ist der Autor bekennender Fan – bemerkenswert die Distanz. Wer also ein Werk zwischen raunender Rechtfertigung und informiertem Nichtwissen erwartet, wird enttäuscht… Das Faszinierende an dieser Studie ist, dass sie sehr viel über den Alltag in einer Diktatur erzählt. Der ist ja nicht nur Schwarz und Weiß, sondern besteht aus vielen Kompromissen, aus oft skurilen Allianzen…
…, zu Kitsch oder Klitterung hält er aber stets sichere Entfernung und skizziert zugleich präzise, was den BVB-Mythos im Kern (und im Klischee vom Ruhrpottmenschen) bis heute ausmacht.
Frankfurter Rundschau

Kolbe, Angestellter der Stadt Dortmund, hat ein Tabuthema angepackt: Die Geschichte eines Fußballvereins im Nationalsozialismus… Herausgekommen ist ein schonungsloses, mit zahlreichen Originalbildern gespicktes Dokument über einen Verein, das Respekt und Anerkennung verdient… Anderen Vereienen sei eine ebenso schonungslose Aufbereitung ihrer Vereinsgeschichte ans Herz gelegt. Nicht nur für Bibliotheken im Ruhrgebiet.
ekz-Informationsdienst

Das Buch ist eines der ersten überhaupt zur Vereinsgeschichte eines Fussballklubs in der Zeit des Nationalsozialismus.
Tages-Anzeiger, Zürich

Mit dem Buch „Der BVB in der NS-Zeit“ von Autor Gerd Kolbe hat sich Borussia Dortmund als erster Bundesliga-Club an ein äußerst brisantes Thema herangewagt. Beleuchtet wird die Vereins-Epoche von 1933 bis 1945. Dortmunds Stadtsprecher Gerd Kolbe, von 1976 bis 1981 Pressesprecher bei den Borussen, wälzte sowohl sein prall gefülltes Privat- Archiv, recherchierte aber auch Aufzeichnungen und Dokumente aus der Kriegszeit. Außerdem führte er Interviews mit Zeitzeugen, die interessante Details rund um den BVB 09 liefern konnten. 30 bisher unveröffentliche Fotos und zahlreiche „geheime“ Dokumente werden dem Leser im interessanten Nachschlagewerk zugänglich gemacht.
Reviersport

Als erster Verein der Fußball-Bundesliga hat der BVB für eine umfangreiche Aufarbeitung der Vereinsepoche zwischen 1933 und 1945 die Archive geöffnet.
Westfalenspiegel

Hardcover 16,90 €